- Kamera-Objektiv hin und wieder auf Fremdkörper und
Verschmutzungen hin untersuchen (z.B. Flecken von Wasser)
- Wenn Sie keinen 'eigenen' manuellen Weißabgleich
machen, bei Innenaufnahmen kurz warten, bis die Kamera wenigstens den
automatischen Abgleich gemacht hat, - oder mit so viel 'Vorlauf' filmen,
daß Start-Farbfehler weggeschnitten werden können.
- Verwackeln und Verkanten akribisch vermeiden, außer
es dient einem 'gewollten' Effekt (selten!!). Wenn mit einer Digitalcamera
Videoclips aufgenommen werden, ja nicht im Hochkantformat filmen, - Videos
dieser Art liegen nacher zwangsläufig waagrecht ! (Man kann sie zwar
drehen, aber es könnte leicht sein, daß Sie der 'Cutter' lautstark
verflucht !!)
- Beim Hineinzoomen am Ende kurz warten (stationär
bleiben). Nur in wenigen Einzelfällen dann anschließend nochmals
wieder herauszoomen, z.B wenn sich an den herausgezoomten Zustand ein
besonderer Schwenk anschließt. Überhaupt nicht dauernd hin- und
herzoomen, - ja eigentlich überhaupt nicht zu oft zoomen !! Ein Zoom
sollte dann kommen, wenn ein späterer Zuschauer den Wunsch haben
könnte, etwas näher 'heranzusehen' und das ist gar nicht so oft, wie
Sie sich das vielleicht einbilden, selbst wenn Sie der spätere
Zuschauer sein sollten.
- Der hineingezoomte Zustand ist wie ein Teleobjektiv (!!),
also: Verwackeln - wie in 3.) schon allgemein erwähnt - bestmöglich
vermeiden. Dazu ein Satz meines Schulfreunds Klaus: "Für die meisten Leute
ist Stativ ein Fremdwort !" - wo er recht hat...: /stare lat. = stehen/
- Schwenks langsam und mit ruhiger Hand ausführen. Nicht
mehrfach hin- und zurück-, hinüber- und herüber-schwenken. Das
bringt dasselbe Chaos wie das dauernde Hin- und Herzoomen.
- Denken Sie aber andererseits auch immer daran, daß
Ihre Videocamera kein 'statischer Photoapparat' ist, sondern ein ganz
besonderes Medium, das der Dynamik oder anders gesagt der Bewegung 'gewidmet'
ist.
- Auf Mikrogeräusche, verursacht durch die Hand in der
Griffschlaufe (z.B. auch Fingerring) oder den herumflatternden Objektivdeckel
achten.
- Bei stärkerem Wind überlegen, wie dieser etwas
abgeschirmt werden kann, - grundsätzliche Überlegung, ob denn jedes
und wirklich jedes Original-Tonsignal später verwendet werden muß
(so wichtig ist Euer Gequassel nun oft auch wieder nicht)!!
- Audio-Korrekturen beim Bearbeiten arten leicht in viel
Arbeit aus. Entweder an teilweise 'Studionachvertonungen' denken oder gar -
wenn möglich - besseres externes Mikro verwenden.
- bei Cameras mit Bandregistrierung (auch digital!!, also
z.Zt. noch fast alle) in größeren Abständen Reinigungsband
anwenden, spätestens wenn sich der 'Cutter' über Fleckenbilder und
'Brutzelgeräusche' an Clip-Anfängen beschwert. Solche Clips werden
beim Zusammenstellen und Berechnen (Fachausdruck: Rendern) in vielen Programmen
als fehlerhaft bewertet und das Projekt abgebrochen, - oft nachdem der Rechner
schon lange Zeit gerechnet hat ('mittendrin aufhängen').
- falls Sie in die interessante Lage kommen sollten,
Luftaufnahmen aus einem Ballon, Hubschrauber oder Ultraleichtflugzeug 'machen
zu dürfen', dann beachten Sie bitte, daß hier ganz besonders das
Obengesagte zu Zoomen, Kameraführung, Schwenks etc. zu
berücksichtigen ist, sonst ernten Sie ein 'gewaltiges Gewackel'. Am besten
ist, möglichst weit im 'Weitwinkelbereich' mit sehr gut ruhender Camera
aufzunehmen. Inwieweit eine eingebaute 'Antiwackelvorrichtung' hilft, vermag
ich nicht zu beurteilen, die Erfolge mit Stabilisierungsfiltern in der
Bearbeitungssoftware sind jedenfalls eher dürftig.
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