Die Rätsellösung besteht in der nacheinanderfolgenden
Ermittlung von 'Antipodal-Koordinaten' und Peilung.
Der Antipode
auf der Erdkugel ist dort, wo ein gedachter 'Strahl' vom betrachteten Punkt aus
genau durch den Erdmittelpunkt führend auf der 'anderen Erdseite' wieder
'herausstößt'. Die Koordinaten dieses 'Durchstosspunktes' nenne ich
'Antipodal-Koordinaten'.
Im WGS-Koordinatensystem bedeutet dies,
daß der Koordinatenwert des Breitenkreises eines Antipoden einfach
'umgeklappt' derselbe ist, nur aus S wird N und umgekehrt ( sozusagen eine
'Spiegelung' am Äquator) . Beim Koordinatenwert des Längenkreises
wird das etwas schwieriger. Wir haben da den Halbkreis 0-180° nach Osten
(E) und den Halbkreis 0-180° nach Westen (W) ausgehend vom sogenannten
'Nullmeridian' durch Greenwich. Man kann sich nun die
Breiten-Koordinatenumformung am besten bildlich an einem ebenen Kreis
vorstellen, der aus 2 Halbkreisen besteht, von denen der eine von 0-180°
nach Rechts (E) und der andere von 0-180° nach Links (W) geht. Ein Punkt,
der dann z.B. 9° nach Rechts (E) liegt, wird mit einem Strahl durch den
Kreismittelpunkt auf der anderen Seite bei 180° - 9° = 171° Links
(W) einen 'Kreis-Durchstoß produzieren'. Wenn bei den Koordinaten dann
noch Grad, Minuten angegeben ist, z.B. 170° 25.345' W dann muß man
eben zu 179° 60.000' ergänzen, um den 'antipodalen E-Wert' zu
erhalten.
Also: zuerst die zu den in der weißen Tablle
gegebenen Koordinaten gehörigen Antipodalkoordinaten ermitteln und dann
mit den angegebenen Werten für Abstand und Winkel eine Peilung
durchführen.
Das alles kann 'am grünen Tisch'
durchgeführt werden !
Hinweis: das Ergebnis des
Antipodalkoordinaten-Werts führt zu einer markanten Stelle, die z.B. auch
die Dummy-Koordinaten für einen benachbarten Rätselcache
beinhaltet.